Sportarten

Agility

 

 Agility ist eine faszinierende Hundesportart, die ihren Ursprung als Pausenfüller auf der Crufts Dog Show 1977 in England hat. 


Seit 1992 gibt es Europameisterschaften und seit 1996 wurde aus der Europameisterschaft durch die Teilnahme von Südafrika und den USA sogar eine Weltmeisterschaft.

Heutzutage erfreut sich Agility immer größerer Beliebtheit vieler Hundebesitzer und wird in vielen Hundeschulen und -vereinen angeboten. Aus der reinen Freizeitbeschäftigung mit dem Partner Hund ist längst ein Leistungssport geworden, wodurch die Anforderungen an Hund und Hundeführer stetig steigen.

Als Sporthundetherapeut liegt uns nicht nur die Rehabilitation nach Verletzungen und der schnelle Wiedereinstieg in den Sport am Herzen, sondern ganz besonders die Verletzungsprophylaxe: Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.

Die Belastungen für den Hund im Agility sind vielfältig und hoch: Tempo, enge Wendungen, Slalom, Kontaktzonengeräte usw. Zu den häufigsten - akuten - Verletzungen im Agility zählen Zerrungen/Dehnungen/Stauchungen und Blockaden, welche besonders die Zehen, die Schultern und die Wirbelsäule betreffen. Im schlimmsten Fall das Knie in Form eines Kreuzbandrisses. Mittlerweile zeigen sich bei jüngeren Hunden früher Verschleißerscheinungen. Diese zeigen sich häufig im Bereich der Carpalgelenke und der Wirbelsäule.

Die Parcours werden immer enger und technischer, das Tempo nimmt rasant zu. Der Erststart darf laut Prüfungsordnung mit 18 Monaten erfolgen, das Skelett eines Hundes, mit einem Endmaß von ca. 50cm, ist jedoch erst mit ca. 1 1 /2 bis 2 Jahren vollständig ausgebildet/verknöchert (z.B. Verwachsen der Kreuzwirbel). Die Belastung ist aufgrund der häufigen, intensiven und meist einseitigen Wiederholungen im Training bedeutend höher als im Turnier. Bei dieser extremen Sportart wird der Hund mit der Zeit Verschleißerscheinungen zeigen. Diese werden jedoch durch einen schonenden Aufbau des Junghundes, einem guten warm up und cool down, sowie gezielten Kraft- und Koordinationsübungen, die bei einer regelmäßigen Kontrolle durch einen Sporthundetherapeuten angeleitet werden, hinausgezögert.

 

(N. Bülck & N. Wolkowski)